„Wir haben allen Grund zur Hoffnung“

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl über das Hoffnungskulturfest der Evangelischen Landeskirche Anhalts in Dessau

Am 30. August haben sich tausende Menschen in Dessau zum Hoffnungskulturfest der Evangelischen Landeskirche Anhalts versammelt. Landesbischof Gohl hat teilgenommen.

Hoffnungskulturfest Dessau

„Das Hoffnungskulturfest in Dessau hat gezeigt, dass ganz unterschiedliche Menschen zusammenfinden und miteinander ins Gespräch kommen können. Junge und ältere, Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, Menschen mit und ohne Handicap – da machen wir Christen keinen Unterschied. Ganz anders als die AfD, die Inklusion ganz anders denken will, wenn sie an die Macht kommt. Das Fest hat gezeigt, dass es in dieser Unterschiedlichkeit der Menschen friedlich, menschenfreundlich, fröhlich und umfassend inklusiv zugehen kann.“ Das sagt Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl über das Hoffnungskulturfest in Dessau.

„Wir als Gesellschaft stehen zusammen. Wir als Kirche schaffen Zusammenhalt“

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl (rechts) mit Karsten Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts.
Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl (rechts) mit Karsten Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts.

Gohl sagt weiter: „Auch die Diakonie und andere Werke waren dabei, die sich aus dem christlichen Glauben heraus dafür einsetzen, dass es in der Welt gerecht und gut zugeht und Menschen in Not geholfen wird. Das ist ein völlig anderes Bild als das, was die sozialen Medien oft vermitteln, dass wir kurz vor dem Untergang stehen. Dieses Narrativ wird benutzt, um negative Gefühle zu befeuern, von denen man dann politisch profitieren kann.“

Die Evangelische Landeskirche Anhalts als kleinste Landeskirche in Deutschland habe, so Gohl, „dieses wichtige Fest auf die Beine gestellt, um zu zeigen: Wir als Gesellschaft stehen zusammen. Wir als Kirche schaffen Zusammenhalt.“ Genau das sei in Dessau erfahrbar geworden, „und das war auch für Außenstehende wichtig, die in dieser fröhlichen Stimmung die Botschaft von der Menschenfreundlichkeit Gottes erfahren konnten.“

Gohl fasst zusammen: „Das alles zeigt, dass wir allen Grund zur Hoffnung haben.“

Zusammenhalt und Gemeinschaft bewirken die evangelischen Landeskirchen in Deutschland im Alltag zum Beispiel so:

  • In rund 9.400 evangelischen Kitas wachsen über 600.000 Kinder auf, die nicht fragen, woher der andere kommt.
  • Rund 34.000 diakonische Einrichtungen, 200 Krankenhäuser, mehr als 12.000 Gemeinden.
  • 1,2 Millionen Mal hebt bei der Telefonseelsorge nachts jemand ab.
  • Rund 1,5 Mio. Ehrenamtliche in Kirche und Diakonie — dazu 900.000 Hauptamtliche.
  • Über 130.000 kirchliche Veranstaltungen im Jahr —  8,4 Mio. Menschen kommen dort zusammen.
  • Jeden Sonntag besucht über eine halbe Million Menschen einen Gottesdienst.
  • 2024 haben an Sonn- und Feiertagen 700.000 Präsenzgottesdienste stattgefunden, Heiligabend noch nicht eingerechnet. Hinzu kamen 185.577 Werktagsgottesdienste.
  • 300.000 Menschen singen und musizieren in der evangelischen Kirche.

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