Anja Keller (42) wird neue Schuldekanin des Kirchenbezirks Ulm/Alb-Donau

„Kinder haben ein Recht auf religiöse Bildung“ 

Pfarrerin Anja Keller ist zur neuen Schuldekanin des Kirchenbezirks Ulm/Alb-Donau gewählt worden. Sie folgt auf Andrea Holm, die das Amt derzeit kommissarisch versieht. Der genaue Zeitpunkt des Amtsantritts steht noch nicht fest. Der evangelische Kirchenbezirk Ulm/Alb-Donau ist zum 1. Januar 2026 aus den bisherigen Kirchenbezirken Ulm und Blaubeuren entstanden.

Anja Keller
Anja Keller

Keller sagt über ihre neue Aufgabe: „Ich möchte dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler religiöse Bildung als Chance erfahren, ihr Leben zu deuten und Orientierung zu gewinnen. Gerade weil Schule für viele heute der Ort der ersten Begegnung mit Religion ist, kommt dem Religionsunterricht eine besondere Bedeutung zu.“ Keller betont, der Religionsunterricht eröffne „Räume, in denen Lebens, - Sinn,- und Glaubensfragen gestellt und unterschiedliche Perspektiven wahrgenommen werden können“. Sie fährt fort: „Kinder haben ein Recht auf religiöse Bildung – und auf die Möglichkeit, sich in einer pluralen Gesellschaft eine eigene religiöse Identität zu erschließen.“  

Zugleich sehe sie „eine zentrale Aufgabe darin, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Religionspädagoginnen und Religionspädagogen in ihrer Arbeit zu stärken. Schule sei „der Ort, an dem kirchliche Bildungsarbeit mit vielfältigen Sozialisationsintergründen in Kontakt kommt“. Dafür brauche es Lehrkräfte, „die fachlich, didaktisch und kommunikativ gut ausgebildet sind und in ihrem Dienst verlässliche Unterstützung erfahren.“ Als Schuldekanin wolle sie „gute Rahmenbedingungen schaffen, passende Fortbildungsformate entwickeln und die Kolleginnen und Kollegen in ihrem wichtigen Bildungsauftrag begleiten.“  

Keller betont die Rolle von Kirche „als verantwortungsvoller zivilgesellschaftlicher Akteur“: „Als Teil der Gesellschaft bringt sie ihre Erfahrungen, Traditionen und Überzeugungen in gemeinsame Gestaltungsprozesse ein und bleibt zugleich offen für das, was sie von anderen lernen kann. Kirche ist für mich eine Lerngemeinschaft, die im Dialog mit unterschiedlichen Menschen und Institutionen wächst. Deshalb möchte ich die Zusammenarbeit mit Kommune, Schulen und anderen gesellschaftlichen Partnern stärken, Synergien schaffen und dazu beitragen, dass Kirche insbesondere den Ganztag an Grundschulen aktiv und verantwortungsbewusst mitgestaltet.“ 

Nach dem Studium der Theologie in Tübingen, Wien und Heidelberg sowie Gemeindetätigkeit in Belfort/Frankreich war Anja Keller im Pfarrdienst in Denkendorf und Nürtingen tätig, zuletzt als Pfarrerin im Schuldienst an der kaufmännischen Schule Göppingen. Sie hat sich durch Fortbildungen vor Allem zum Thema Führung für Frauen qualifiziert und am Mentoring-Programm der württembergischen Landeskirche teilgenommen. Darüber hinaus hat sie in den vergangenen Jahren eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen gegeben. 

Anja Keller ist verheiratet und hat drei Kinder. In ihrer Freizeit wandert sie gern mit ihrer Familie, liebt Literatur, genießt Theaterbesuche und lernt als erwachsene Schülerin Querflöte.

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Grafik Kirchensteuer wirkt Bildung

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