28.04.2026

Württembergische Pfarrerin an der Spitze der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)

Dr. Susanne Schenk in Wien als Generalsekretärin eingeführt

Am 27. April 2026 wurde die württembergische Pfarrerin Dr. Susanne Schenk in der Martin-Luther-Kirche in Wien feierlich in ihr neues Amt als Generalsekretärin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) eingeführt. Sie tritt damit die Nachfolge von Dr. Mario Fischer an.

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl stellte seine bisherige theologische Referentin persönlich vor. Er beschrieb Schenk als kluge, den Menschen zugewandte Theologin, die ausgezeichnet zuhören könne, und gab ihr für die GEKE das Leitbild der „Hoffnung als sicherem Anker“ (Hebr 6,19) mit auf den Weg.

Für Württemberg sei es ein trauriger, für die GEKE ein freudiger Tag. Doch er halte es, wie es Apostel Paulus empfiehlt: „Wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“ (1. Kor 12,26)

Im Zentrum des Gottesdienstes stand ein zweisprachiges Bibelgespräch zwischen Fischer und Schenk an fünf Stationen im Kirchenraum. Anhand der Emmaus-Geschichte reflektierten sie das „Unterwegssein“ der Kirchen.

Besonders eindrücklich war dabei Susanne Schenks Auslegung aus einer explizit weiblichen Perspektive: In der biblischen Erzählung sind zwei Jünger unterwegs, doch nur einer wird namentlich (Kleophas) erwähnt. Der zweite bleibt bewusst namenlos, sodass jeder seinen eigenen Namen einsetzen kann. Schenk warf den inspirierenden Gedanken auf, dass es sich bei dieser zweiten Person auch um die Frau des Kleophas gehandelt haben könnte. Die Vorstellung einer weiblichen „Emmaus-Jüngerin“ nannte sie zutiefst ermutigend, da Frauen so prominent und untrennbar in die Geschichte der österlichen Gemeinschaft hineingeschrieben seien. Gemeinsam spannten Fischer und Schenk den Bogen von diesem Weg aus dem Chaos zum Verstehen und der Notwendigkeit, von den geistlichen Höhen wieder in die „Niederungen des Alltags“ zurückzukehren, wo die Gemeinschaft trägt.

Diese grenzüberschreitende Gemeinschaft wurde beim anschließenden Abendmahl unmittelbar spürbar. Die Festgemeinde teilte Brot, das Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern mitgebracht hatten. In diesem gemeinsamen Mahl wurde die historische Errungenschaft der Leuenberger Konkordie lebendig: ein Abendmahl über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg, bei dem im Teilen aus Fremden Gastgeber werden.

Die Kollekte des Festgottesdienstes war für das Gustav-Adolf-Werk (GAW) bestimmt, um gemeinsam die Menschen im syrischen Aleppo ganz konkret mit ihrem täglichen Brot zu unterstützen.

­ Pfarrerin Magdalena Smetana ­

Die GEKE ist eine gottesdienstliche Gemeinschaft. Die Kirchen feiern gemeinsam Gottesdienste und das Abendmahl; sie erkennen gegenseitig ihre Taufe und Ordination an. Sie tauschen sich über ihre liturgischen Traditionen aus. Viele ihrer Mitglieder sind Minderheitskirchen, die ihre Aufgabe unter manchmal schwierigen Bedingungen wahrnehmen. In einem sich wandelnden Europa stärkt und bündelt die GEKE die Stimme der Protestanten gegenüber den politischen Institutionen in Europa.

Die Landeskirche in den sozialen Netzwerken

Instagram @elkwue - Newskanal der Landeskirche

Externer redaktioneller Inhalt

Hier wird Ihnen ein externer redaktioneller Inhalt bereitgestellt. Sofern Sie sich diesen anzeigen lassen, kann es sein, dass Daten von Ihnen an den Anbieter des externen Inhaltes gesendet werden.

Hinweis für Kirchengemeinden

Kirchengemeinden sind herzlich eingeladen, Texte wie diesen von www.elk-wue.de in ihren eigenen Publikationen zu verwenden, zum Beispiel in Gemeindebriefen. Sollten Sie dabei auch die zugehörigen Bilder nutzen wollen, bitten wir Sie, per Mail an kontaktdontospamme@gowaway.elk-wue.de nachzufragen, ob die Nutzungsrechte für den jeweiligen Zweck vorliegen. Gerne können Sie alle Bilder nutzen, die Sie im Pressebereich unserer Webseite finden. Sie möchten in Ihrem Schaukasten auf unsere Webseite verlinken? Hier erfahren Sie, wie Sie dafür einen QR-Code erstellen können. 

Schon gewusst?

Was es mit der Kirchensteuer auf sich hat, wie sie bemessen wird und welche positiven Effekte die Kirchen mit der Kirchensteuer an vielen Stellen des gesellschaftlichen Lebens erzielen, erfahren Sie auf www.kirchensteuer-wirkt.de.

Grafik Kirchensteuer wirkt EKD und weltweite Kirche

Weitere Meldungen, die Sie interessieren könnten

Frauen aus Palästina haben die Liturgie des Weltgebetstags 2024 vorbereitet.

Weltgebetstag 2024 aus Palästina

Am 1. März findet der Weltgebetstag 2024 statt – weltweit beten Menschen an diesem Tag unter dem Motto „… durch das Band des Friedens“. Die Liturgie aus Palästina hatte im Vorfeld polarisiert; eine neue Version berücksichtigt die Situation des Krieges im Nahen Osten.

Weiterlesen

Zum Tod von Erich Schneider

Erich Schneider war von 1982 bis 1992 Präsident des baden-württembergischen Landtags. 1992 zeichnete ihn die Landeskirche für sein Engagement in und für die Kirche mit der Silbernen Brenz-Medaille aus. Am 8. Februar ist Schneider im Alter von 90 Jahren verstorben.

Weiterlesen

Die Evangelisch-Koreanische Nambugemeinde in Stuttgart beim Gottesdienst in der Friedenskriche.

Internationale Gemeinden: Sorge und Ermutigung

Antidemokratische Stimmen treffen auch Internationale Gemeinden. Aus der koreanischen bzw. der eritreischen Gemeinde berichten die Synodalen Kwon Ho Rhee und Jonas Elias. Gabriella Costabel, Fachreferentin für Internationale Gemeinden fordert eine vielfältigere Kirche.

Weiterlesen

„Durch das Band des Friedens“

Die Vorbereitung des Weltgebetstags durch palästinensische Christinnen war am Tag des Angriffs der Hamas auf Israel schon fortgeschritten. Danach waren Überarbeitungen unerlässlich. Hier finden Sie dazu eine Stellungnahme der württembergischen Kirchenleitung.

Weiterlesen

„Ein klanggewordenes Adventslicht“

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – ein Klassiker, der zur Advents- und Weihnachtszeit tausendfach in den Gottesdiensten gesungen wird. Dr. Susanne Schenk, theologische Referentin von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, erklärt, was es mit dem Lied auf sich hat.

Weiterlesen

Oberkirchenrat i.R. Rudolf Pfisterer zum 80. Geburtstag

Am 22. Dezember feiert Oberkirchenrat i.R. Rudolf Pfisterer seinen 80. Geburtstag. Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl sagt über ihn: „Weit in seinen Ruhestand hinein hat er sich immer mit schwäbischem Humor und dem Ziel der Entwicklung seiner Kirche engagiert.“

Weiterlesen

Farbschwäche:

Benutzen Sie die Schieberegler oder die Checkboxen um Farbeinstellungen zu regulieren

Einstellungen für Farbschwäche

Schrift:

Hier können die Schriftgröße und der Zeilenabstand eingestellt werden

Einstellungen für Schrift

Schriftgröße
D
1
U

Zeilenabstand
Q
1
W

Tastenkombinationen:

Mit den aufgeführten Tastenkombinationen können Seitenbereiche direkt angesprungen werden. Verwenden Sie auch die Tabulator-Taste oder die Pfeiltasten um in der Seite zu navigieren.

Inhalt Tastenkombinationen

Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Barrierefreiheit: A
Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Schriftgröße +: U
Schriftgröße -: D
Zeilenabstand +: W
Zeilenabstand -: Q
Nachtmodus : Alt (Mac Option Key) + J
Ohne Bilder: Alt (Mac Option Key) + K
Fokus: Alt (Mac Option Key) + G
Tasten­kombinationen: Alt (Mac Option Key) + O
Tastensteuerung aktivieren: Alt (Mac Option Key) + V
Alles zurücksetzen: Alt (Mac Option Key) + Y