#VerständigungsOrt: Internationales Frühstück in Neugereut

„Das Internationale Frühstück Neugereut ermöglicht Verständigung zwischen Kulturen, Religionen, Menschen - regelmäßig, einmal im Monat.”

Mit dem Internationalen Frühstück gibt es jeden Monat in Neugereut einen Ort zum Reden und Zuhören. Im Interview erzählt Pfarrerin Dorothee Niethammer-Schwegler, über welche Themen gesprochen wird, warum immer mehr Kinder teilnehmen und für was gemeinsam gespendet wird. Der Frühstückstreff ist Teil der Initiative #VerständigungsOrte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Diakonie Deutschland und der „midi – Zukunftswerkstatt von Kirche und Diakonie“.

Pfarrerin Dorothee Niethammer-Schwegler, Mit-Organisatorin des Internationalen Frühstücks in Neugereut
Pfarrerin Dorothee Niethammer-Schwegler, Mit-Organisatorin des Internationalen Frühstücks in Neugereut

Warum ist das Internationale Frühstück  in Neugereut ein #VerständigungsOrt?

Dorothee Niethammer-Schwegler: Weil das Internationale Frühstück Neugereut Verständigung zwischen Kulturen, Religionen, Menschen ermöglicht, regelmäßig, einmal im Monat.

Wieso ist es Ihnen von der Evangelischen Kirchengemeinde NeuSteinHofen wichtig, einen #VerständigungsOrt anzubieten?

Niethammer-Schwegler: Weil es davon zu wenige gibt. Vieles läuft in eigenen Communities und „Bubbles“, die wenig Kontakt untereinander haben. Die Feindbilder werden größer. Unser VerständigungsOrt hat verschiedene Träger: Rumi e.V., Bürgerverein Neugereut (BIN) und die ökumenisch verbundenen Kirchengemeinden vor Ort. Wir Kirchengemeinden verstehen es auch als genuin kirchliche Aufgabe, VerständigungsOrte anzubieten.

Kam es in den letzten 20 Jahren bei den Frühstücksterminen tatsächlich zu Kontroversen, die man für alle Beteiligten konstruktiv bearbeiten konnte? Kommt es zu „Verständigung“? Was verstehen Sie bei Ihrem Veranstaltungsformat konkret unter „Verständigung?“

Niethammer-Schwegler: Zu Kontroversen kommt es selten. Wir sind alle sehr höflich. Aber es wird in den Tischgesprächen und bei den Vorbereitungen im Team durchaus deutlich, dass unterschiedliche Meinungen, mit denen die Menschen im Alltag konfrontiert werden, besprochen und verhandelt werden. Themen sind da zum Beispiel „Regenbogengemeinde“, queere Segnungen in der Evangelischen Gemeinde, Angst vor einer Islamisierung Europas und Ausländerfeindlichkeit bei ca. 20 Prozent AfD-Anteil bei den Kommunalwahlen. Diese Themen werden beim Frühstück mitbesprochen.

Wir verstehen unter „Verständigung“, dass wir uns im Rahmen der Frühstücke auf menschliche Gemeinsamkeiten verständigen können, Sorgen und Freuden teilen, was auch Verbindung schafft und das „Grundmenschliche“ von allen zeigt. Verständigung heißt bei uns auch Bildung von klein auf. Inzwischen nehmen einige Familien mit kleinen Kindern teil, die bewusst ihren Kindern mitgeben wollen: Wir gehören als Menschen zusammen und sind Geschwister.

Spenden beim Frühstück gehen an das „House of One“ in Berlin. Wir hoffen, dass dieses Verständigungshaus bald gebaut werden kann.

#VerständigungsOrte

Kirche und Diakonie setzen sich angesichts von Krisen, Polarisierung und Populismus für mehr Verständigung ein. Die Initiative #VerständigungsOrte – Wir. Reden. Hier. der EKD, der Diakonie Deutschland und der "midi – Zukunftswerkstatt von Kirche und Diakonie" ermutigt alle Gemeinden und Einrichtungen von Kirche und Diakonie dazu, Räume für Gespräche zu öffnen und Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zum Austausch einzuladen.

Bei der Vorbereitung des Frühstücks
Bei der Vorbereitung des Frühstücks

Haben Sie ganz praktische Tipps, wie man - auch aus einer christlichen Haltung heraus - angesichts von Krisen, Polarisierung und Populismus wieder ins Gespräch kommen kann?

Niethammer-Schwegler: Zusammen essen, gemeinsam Friedensgottesdienst feiern – machen wir einmal im Jahr, zum Fastenbrechen einladen, niederschwellige Angebote wie „Café Kirche“, das heißt alle können kommen. 

Was würden Sie anderen empfehlen, die auch einen #VerständigungsOrt anbieten möchten?

Niethammer-Schwegler: Menschen verschiedener Herkunft oder Meinung ansprechen und anfragen, ob sie Lust haben, Kernteam zu sein. Dann einfach einladen zum Austausch und zum Essen. Keine Knabberstangen oder Ähnliches, sondern wirklich zusammen speisen, wie an einer Festtafel. Weil Verständigung auch mit Feier und Fest zu tun hat.

Die Landeskirche in den sozialen Netzwerken

Instagram @elkwue - Newskanal der Landeskirche

Externer redaktioneller Inhalt

Hier wird Ihnen ein externer redaktioneller Inhalt bereitgestellt. Sofern Sie sich diesen anzeigen lassen, kann es sein, dass Daten von Ihnen an den Anbieter des externen Inhaltes gesendet werden.

Hinweis für Kirchengemeinden

Kirchengemeinden sind herzlich eingeladen, Texte wie diesen von www.elk-wue.de in ihren eigenen Publikationen zu verwenden, zum Beispiel in Gemeindebriefen. Sollten Sie dabei auch die zugehörigen Bilder nutzen wollen, bitten wir Sie, per Mail an kontaktdontospamme@gowaway.elk-wue.de nachzufragen, ob die Nutzungsrechte für den jeweiligen Zweck vorliegen. Gerne können Sie alle Bilder nutzen, die Sie im Pressebereich unserer Webseite finden. Sie möchten in Ihrem Schaukasten auf unsere Webseite verlinken? Hier erfahren Sie, wie Sie dafür einen QR-Code erstellen können. 

Weitere Texte, Grafiken und Vorlagen für Ihre Kanäle finden Sie auf unserer Materialseite.

Schon gewusst?

Was es mit der Kirchensteuer auf sich hat, wie sie bemessen wird und welche positiven Effekte die Kirchen mit der Kirchensteuer an vielen Stellen des gesellschaftlichen Lebens erzielen, erfahren Sie auf www.kirchensteuer-wirkt.de.

Grafik Kirchensteuer wirkt Bildung

Weitere Meldungen, die Sie interessieren könnten

Der islamische Gebetsruf ist derzeit in einigen Orten lautsprecherverstärkt zu hören. Die Kommunen entscheiden unterschiedlich.

Muezzinrufe in der Corona-Zeit

Seit Kirchen und Moscheen wegen der Corona-Pandemie geschlossen werden mussten, ist der islamische Gebetsruf an zahlreichen Orten Deutschlands erstmals lautsprecherverstärkt zu hören.

Weiterlesen

Pfarrer Andreas Föhl, Bad Dürrheim

„Die Rechte Gottes ist überall“

„Jesus Christus war nicht nur bei den Menschen vor 2000 Jahren in Israel, sondern seit seiner Himmelfahrt ist er allen Menschen nahe“, macht Pfarrer Andreas Föhl in seiner Andacht zum Feiertag Christi Himmelfahrt deutlich.

Weiterlesen

Männer-Netzwerk und Jugendwerk laden zum Grillen ein: Live, online und interaktiv.

„Männergrillen“ - online und interaktiv

Grillen geht immer, auch online und nicht nur für Männer: Am Sonntag, 24. Mai laden das Evangelische Jugendwerk in Württemberg und das Evangelische Männer-Netzwerk Württemberg zum „Männergrillen“ live im Netz ein, unter anderem mit Dän Klein, zweifacher Grillmeister der Amateure und Fleisch-Sommelier. Rezepte gibt es vorab, gegrillt wird in…

Weiterlesen

Für die einen war er einer der hervorragendsten Theoretiker des Pazifismus, für die anderen ein „Friedenshetzer“ und „Unfriedensäer“. Am 23. Mai vor 100 Jahren ist der Stuttgarter Stadtpfarrer Otto Gottlob Karl Umfrid gestorben.

Ein Leben für den Frieden

Für die einen war er einer der hervorragendsten Theoretiker des Pazifismus, für die anderen ein „Friedenshetzer“ und „Unfriedensäer“. Am 23. Mai vor 100 Jahren ist der Stuttgarter Stadtpfarrer Otto Gottlob Karl Umfrid in Winnenden gestorben. Ausgrenzung und Hass hatten ihm und seiner Familie das Leben teilweise schwer gemacht.

Weiterlesen

Nach wochenlanger Pause hat Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July wieder in einem Präsenzgottesdienst vor mehreren Dutzend Gläubigen gepredigt. Noch beim Ostergottesdienst konnten die Zuhörer das Geschehen nur über Fernsehen und Internet verfolgen.

Erster Gottesdienst nach dem Lockdown

Stuttgart. Wochenlang galt der Corona-Lockdown, seit kurzem sind nun wieder Gottesdienste möglich. Den Auftakt macht der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July am Samstag, 9. Mai - und predigt über Krieg, Hass und Verantwortung.

Weiterlesen

Tobias Maurer gehört zum Team der Mobilen Jugendarbeit Stuttgart West-Botnang. Er sagt: „Wir machen weiterhin Streetwork – wenn auch mit den Abstandsregeln.“

„Wir sind trotzdem da"

„Wir sind da“, lautet das Motto der Mobilen Jugendarbeit der Evangelische Gesellschaft (eva) und der Caritas in Stuttgart. Doch wo sind die Jugendsozialarbeiterinnen und -Sozialarbeiter, wenn die Jugendlichen, für die sie da sind, wegen der Corona-Pandemie kaum noch raus dürfen? „Wir sind trotzdem da“, sagen sie. Und beweisen das mit viel…

Weiterlesen

Farbschwäche:

Benutzen Sie die Schieberegler oder die Checkboxen um Farbeinstellungen zu regulieren

Einstellungen für Farbschwäche

Schrift:

Hier können die Schriftgröße und der Zeilenabstand eingestellt werden

Einstellungen für Schrift

Schriftgröße
D
1
U

Zeilenabstand
Q
1
W
Tastenkombinationen:

Mit den aufgeführten Tastenkombinationen können Seitenbereiche direkt angesprungen werden. Verwenden Sie auch die Tabulator-Taste oder die Pfeiltasten um in der Seite zu navigieren.

Inhalt Tastenkombinationen

Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Barrierefreiheit: A
Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Schriftgröße +: U
Schriftgröße -: D
Zeilenabstand +: W
Zeilenabstand -: Q
Nachtmodus : Alt (Mac Option Key) + J
Ohne Bilder: Alt (Mac Option Key) + K
Fokus: Alt (Mac Option Key) + G
Tasten­kombinationen: Alt (Mac Option Key) + O
Tastensteuerung aktivieren: Alt (Mac Option Key) + V
Alles zurücksetzen: Alt (Mac Option Key) + Y