87. GAW-Hilfstransport in die Ukraine

700 Schulstühle für die Stuttgarter Partnerstadt Chmelnyzkyj 

Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) Württemberg hat seinen 87. Hilfstransport in die Ukraine seit Beginn des Krieges auf den Weg gebracht. Ziel des 19. Transports im Jahr 2026 ist die Stuttgarter Partnerstadt Chmelnyzkyj. Mit an Bord: 700 Stühle aus der katholischen Rottenburger Privatschule St. Klara, die ukrainischen Schulen zugutekommen sollen. 

Die Verladung in Rottenburg war die fünfte Station des Hilfstrucks. Zuvor wurden 48 Fahrräder und 37 Kartons mit Spielzeug aus einer Sammelaktion des Andreae-Gymnasiums Herrenberg, Hilfsgüter und Schulranzen aus Oberaichen, eine Solaranlage aus Plieningen sowie Schulmöbel der Merz-Schule in Stuttgart geladen. Die Transportkosten von mehr als 7.000 Euro trägt die Stadt Stuttgart.

Der aktuelle Transport reiht sich in eine lange Serie von Hilfsaktionen des GAW Württemberg ein. Neben bewährten Hilfsgütern für vom Krieg betroffene Menschen, darunter Fahrräder, Pflegebetten, Hygieneartikel und Möbel, konnte das Team um Projektleiter Ulrich Hirsch im 18. Hilfstransport des Jahres 2026 erstmals auch einen Einachsschlepper mit Zubehör aus Freiberg-Beihingen verladen. Seit Kriegsbeginn wurden immer wieder besondere Hilfsgüter auf den Weg gebracht: 2022 drei Gabelstapler und ein Großgenerator, 2023 ein von der Stadt Sachsenheim gespendeter Lastwagen, sechs Millionen OP- und FFP2-Masken sowie 2.000 Losungsbücher. Es folgten ein für die Partnerstadt Wosnessensk bestimmter Transporter und ein Feuerwehrfahrzeug aus Hemmingen im Jahr 2024 sowie eine landesweite Sammlung von Gehhilfen und Solarmodulen im Jahr 2025. 

Schulleiterin Claudia Müller, Projektleiter Ulrich Hirsch und das GAW-Team beim Verladen der Stühle
Schulleiterin Claudia Müller, Projektleiter Ulrich Hirsch und das GAW-Team beim Verladen der Stühle
Präzis und eng gestapelt mit ausgeklügeltem Ladesystem durch GAW-Mitarbeiter Martin Hirsch
Präzis und eng gestapelt mit ausgeklügeltem Ladesystem durch GAW-Mitarbeiter Martin Hirsch
Beladung der vom Andrea-Gymnasium in Herrenberg gesammelten Hilfsgüter am Depot in Bönnigheim
Beladung der vom Andrea-Gymnasium in Herrenberg gesammelten Hilfsgüter am Depot in Bönnigheim
Ukrainische Schüler in einem Schutzbunker beim Unterricht
Ukrainische Schüler in einem Schutzbunker beim Unterricht

Ukrainehilfe des GAW 

Die Ukrainehilfe des GAW Württemberg ist weiterhin auf Spenden angewiesen. Sowohl ein Großteil der Hilfsgüter als auch die Transportkosten werden durch Spenden finanziert. Gleichzeitig geht die Spendenbereitschaft nach mehr als vier Jahren Krieg spürbar zurück. 

„Die Not ist nicht kleiner geworden, nur weil der Krieg länger dauert“, so Hirsch. „Wir bitten deshalb alle, unsere Arbeit mit einer Spende zu unterstützen, damit wir weiterhin Hoffnung, praktische Hilfe und konkrete Perspektiven in die Ukraine bringen können.“

Spendenmöglichkeit

Das Gustav-Adolf-Werk Württemberg bittet um Unterstützung seiner Ukraine-Nothilfe. Spenden sind möglich unter: 

Gustav-Adolf-Werk Württemberg 
IBAN: DE92 5206 0410 0003 6944 37 
Verwendungszweck: 12323000 Ukraine-Nothilfe 

Mit den Spenden werden Hilfstransporte und weitere Unterstützungsmaßnahmen für die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine finanziert. 

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