16.02.2026

„Klar und hörbar für ein demokratisches, friedliches, vielfältiges Miteinander“

Die Evangelische Landeskirche in Baden und die Evangelische Landeskirche in Württemberg senden Gruß zu Ramadan

„Mitten in diesen Ramadan fällt die Landtagswahl. Sie wird über grundsätzliche Weichenstellungen in unserem Land entscheiden. Stärker als in der Vergangenheit wird uns bewusst, wie klar und hörbar wir uns für ein demokratisches, friedliches, vielfältiges Miteinander einsetzen müssen“, schreiben Heike Springhart, Bischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, und Ernst-Wilhelm Gohl, Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, in ihrem gemeinsamen Grußwort, das sie zum Beginn des Fastenmonats Ramadan an die Musliminnen und Muslime in Baden-Württemberg richten.

Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart und Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl
Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart und Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl

„Wir sehen mit Dankbarkeit und Anerkennung, dass Muslime sich für die Wahlen einsetzen, sich aber auch selbst politisch in demokratischen Parteien für das Gemeinwohl engagieren. Hier geschieht vieles, was in der breiteren Öffentlichkeit wenig wahrgenommen wird“, heißt es in dem Grußwort weiter.  Wenn Koordinaten verrutschten und Wertmaßstäbe grundlegend infrage gestellt würden, sei man umso mehr gefordert, sich auf Gemeinsames und Zukunftsfähigkeit zu konzentrieren. 

„Lassen Sie uns umso mehr und intensiver darüber reden, in unterschiedlichen Formaten und auf allen Ebenen, und stärker ausloten, wo und wie wir unsere gemeinsame Zukunft gestalten wollen.“ Heike Springhart und Ernst-Wilhelm Gohl danken in ihrem Gruß zugleich für die vielen Formen des Austauschs, der Begegnung und der Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, sei es in kommunalen Projekten, im gesellschaftlichen Engagement oder im Austausch über Glaubensfragen.

„Der Ramadan unterbricht mit Fasten, Gebet, Besinnung und festlichen Zusammenkünften die alltägliche Normalität im Jahreslauf. Wir wünschen Ihnen, Ihren Gemeinden und Familien dafür Raum und Kraft“, heißt es weiter. „Möge der Gott des Friedens uns alle stärken und dazu befähigen, als Nachbarinnen und Nachbarn, als Mitbürgerinnen und Mitbürger in Vertrauen und gegenseitiger Achtung miteinander zu leben.“

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