04.02.2026

Zehn integrative Hoffnungshäuser als #VerständigungsOrte

An unseren Hoffnungshäusern wird Verständigung aktiv gelebt, sei sie interkulturell oder auch interreligiös.

Mit den Hoffnungshäusern gibt es an zehn Standorten in Baden-Württemberg Orte zum Reden und Zuhören. Im Interview erzählt die Referentin Ehrenamt der Hoffnungsträger Stiftung, Agnes Hoffmeister, wie unterschiedlich die Menschen sind, die in dem integrativen Wohnkonzept miteinander leben, wie konkret Zusammenhalt und Vertrauen vor Ort gestärkt werden und welche Rolle die Nächstenliebe spielt. Die Hoffnungshäuser sind Teil der Initiative #VerständigungsOrte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Diakonie Deutschland und der „midi – Zukunftswerkstatt von Kirche und Diakonie“.

Agnes Hoffmeister, Referentin Ehrenamt der Hoffnungsträger Stiftung
Agnes Hoffmeister, Referentin Ehrenamt der Hoffnungsträger Stiftung

Warum sind Ihre Hoffnungshäuser #VerständigungsOrte?

Agnes Hoffmeister: Für Integration gibt es kein Erfolgsrezept, aber ein Wohnkonzept, das sich bereits bewährt hat: Die Hoffnungshäuser. In unseren Hoffnungshäusern leben an zehn Standorten in Baden-Württemberg Menschen mit und ohne Fluchthintergrund gemeinsam unter einem Dach: Familien, Paare, Alleinstehende – in vorwiegend geförderten Mietwohnungen und einer aktiven Hausgemeinschaft, die nach innen und außen wirkt. Hier findet Verständigung im wahrsten Sinne des Wortes an sieben Tagen die Woche statt. Das Motto dabei lautet: Glauben leben – Leben teilen.

Wieso ist es Ihnen wichtig, #VerständigungsOrte anzubieten?

Hoffmeister: Unsere Gesellschaft wird immer vielfältiger. Geflüchtete und sozial benachteiligte Menschen stehen da oft Rand. Hier braucht es Orte der Verständigung. Als Hoffnungsträger wollen wir alles stark machen, was den Zusammenhalt und das Vertrauen der Menschen fördert und genau das leben wir in unseren Hoffnungshäusern.

Kommt es auch tatsächlich zu Kontroversen, die man für alle Beteiligten konstruktiv bearbeiten kann? Kommt es zu „Verständigung“? Was verstehen Sie bei Ihren Hoffnungshäusern konkret unter „Verständigung?“

Hoffmeister: Wo Menschen zusammenleben und miteinander kommunizieren, kommt es automatisch zu Kontroversen. Wenn diese Menschen noch unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben, wird dies noch verstärkt. Wir bieten Verständigungsunterstützung an, etwa durch Bildungsformate wie „interkulturelle Kommunikation“ oder Webinare über Traumata. Dazu haben wir mit einer Lernplattform gestartet, die für das Thema Beziehungspflege mit Menschen mit Fluchthintergrund anhand professioneller Lernvideos Unterstützung anbietet. 

An unseren Hoffnungshäusern wird Verständigung aktiv gelebt, sei sie interkulturell oder auch interreligiös. Wir feiern Feste gemeinsam, gestalten gemeinschaftliche Aktionen und leben Begegnungen mitten im Alltag. Wir lachen miteinander, genauso wie wir zusammen weinen. Es ist eigentlich das ganz normale Leben, und das teilen wir miteinander.

#VerständigungsOrte

Kirche und Diakonie setzen sich angesichts von Krisen, Polarisierung und Populismus für mehr Verständigung ein. Die Initiative #VerständigungsOrte – Wir. Reden. Hier. der EKD, der Diakonie Deutschland und der "midi – Zukunftswerkstatt von Kirche und Diakonie" ermutigt alle Gemeinden und Einrichtungen von Kirche und Diakonie dazu, Räume für Gespräche zu öffnen und Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zum Austausch einzuladen.

Haben Sie ganz praktische Tipps, wie man - auch aus einer christlichen Haltung heraus - angesichts von Krisen, Polarisierung und Populismus wieder ins Gespräch kommen kann?

Hoffmeister: Jesus ist Menschen mit einer großen Liebe begegnet. Aus dieser Haltung der Nächstenliebe heraus agieren, Interesse an Menschen zeigen, eigene Meinungen immer wieder hinterfragen und offen bleiben für das Unbekannte, Fremde.

Was würden Sie anderen empfehlen, die auch einen #VerständigungsOrt anbieten möchten?

Hoffmeister: Fragen, wo Gott einen gebrauchen möchte und dann ins Tun kommen, frei nach dem Motto: Machen ist wie wollen, nur krasser. Mutig sein und voran gehen.

Hoffnungsträger Geschichten aus dem Hoffnungshaus Schwäbisch Gmünd – Gala Film 2025

Hinweis für Kirchengemeinden

Kirchengemeinden sind herzlich eingeladen, Texte wie diesen von www.elk-wue.de in ihren eigenen Publikationen zu verwenden, zum Beispiel in Gemeindebriefen. Sollten Sie dabei auch die zugehörigen Bilder nutzen wollen, bitten wir Sie, per Mail an kontaktdontospamme@gowaway.elk-wue.de nachzufragen, ob die Nutzungsrechte für den jeweiligen Zweck vorliegen. Gerne können Sie alle Bilder nutzen, die Sie im Pressebereich unserer Webseite finden. Sie möchten in Ihrem Schaukasten auf unsere Webseite verlinken? Hier erfahren Sie, wie Sie dafür einen QR-Code erstellen können. 

Schon gewusst?

Was es mit der Kirchensteuer auf sich hat, wie sie bemessen wird und welche positiven Effekte die Kirchen mit der Kirchensteuer an vielen Stellen des gesellschaftlichen Lebens erzielen, erfahren Sie auf www.kirchensteuer-wirkt.de.

Grafik Kirchensteuer wirkt Bildung

Weitere Meldungen, die Sie interessieren könnten

Landesbischöfe rufen zur Impfung auf

Die Landesbischöfe der beiden evangelischen Kirchen im Land, Dr. h.c. Frank Otfried July und Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, rufen dazu auf, sich impfen zu lassen, um die Schwachen und Verletzlichen zu schützen: „Deshalb bitten wir: Lassen Sie sich impfen!"

Weiterlesen

Cornelie Ayasse

Kernaufgabe: Stärkung von Frauen

Die Pandemie hat für Frauen zu einem Rückfall in tradierte Rollen geführt, sagt Landesfrauenpfarrerin Cornelie Ayasse. Im Interview erzählt sie von den ersten Eindrücken ihrer neuen Aufgabe und davon, welche Pläne sie mit den Evangelischen Frauen in Württemberg hat.

Weiterlesen

„Für mich ist mein Beruf eine Passion“

Markus Maichle ist Bestatter in einem Familienbetrieb in Geislingen an der Steige. In unserem Interview spricht er über den Wandel der Bestattungskultur, den Einschnitt durch Corona, den Tod als Tabu und wie wichtig es ist, die Endlichkeit des Lebens nicht zu verdrängen.

Weiterlesen

Adventskalender für Gemeinden

Das Evangelische Medienhaus bietet Gemeinden einen Online-Adventskalender mit 24 Videos rund um Advent und Weihnachten sowie Zusatzmaterial an. Per Gemeindebaukasten können Gemeinden den Kalender auf ihren Webseiten einbinden.

Weiterlesen

Hilfe für Flüchtlinge in Belarus

Die EKD und die Arbeitsgruppe „Christliche Vision“ des Koordinierungsrates für Belarus haben die Politik aufgerufen, humanitäre Hilfe an der Grenze zwischen Polen und Belarus zu ermöglichen. Diakonie und Landeskirche bereiten mit der polnischen Diakonie Hilfsaktionen vor.

Weiterlesen

Dorothee Gabler, Leiterin des Zentrums Diakonat, bringt viel Erfahrung aus Pfarrdienst und Dozententätigkeit in ihre neue Aufgabe ein.

Mit Aufbruchstimmung und Neugier

Dorothee Gabler hat im November ihren Dienst als neue Direktorin des Zentrums Diakonat aufgenommen. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, was sie sich für ihre neue Aufgabe vorgenommen hat, welche Impulse sie setzen möchte und was die Aufgabe des Zentrums Diakonat ist.

Weiterlesen

Farbschwäche:

Benutzen Sie die Schieberegler oder die Checkboxen um Farbeinstellungen zu regulieren

Einstellungen für Farbschwäche

Schrift:

Hier können die Schriftgröße und der Zeilenabstand eingestellt werden

Einstellungen für Schrift

Schriftgröße
D
1
U

Zeilenabstand
Q
1
W
Tastenkombinationen:

Mit den aufgeführten Tastenkombinationen können Seitenbereiche direkt angesprungen werden. Verwenden Sie auch die Tabulator-Taste oder die Pfeiltasten um in der Seite zu navigieren.

Inhalt Tastenkombinationen

Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Barrierefreiheit: A
Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Schriftgröße +: U
Schriftgröße -: D
Zeilenabstand +: W
Zeilenabstand -: Q
Nachtmodus : Alt (Mac Option Key) + J
Ohne Bilder: Alt (Mac Option Key) + K
Fokus: Alt (Mac Option Key) + G
Tasten­kombinationen: Alt (Mac Option Key) + O
Tastensteuerung aktivieren: Alt (Mac Option Key) + V
Alles zurücksetzen: Alt (Mac Option Key) + Y