30.04.2025

Kilianskirche in Mundelsheim ist KiBa-Kirche des Monats Mai 2025

Turmpflege für ein Schmuckstück

Die Kilianskirche in Mundelsheim besitzt Wandmalereien, die in Art und Umfang einzigartig sind. Fast alle Flächen im Kircheninneren wurden um 1480 bemalt. Nachdem das Gebäude umfassend saniert wurde, muss nun der Fachwerkaufsatz des Turms instandgesetzt werden. Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung KiBa) würdigt St. Kilian als „Kirche des Monats Mai 2025“ und fördert die Turmrestaurierung mit 10.000 Euro.

Die Kilianskirche in Mundelsheim
Die Kilianskirche in Mundelsheim

Mitte des 15. Jahrhunderts ließ Anna von Venningen das Gebäude als Grablege für ihre Familie errichten. Der Name St. Kilian wurde von dem vermutlich aus dem 8. Jahrhundert stammenden Vorgängerbau übernommen. Die Söhne der Adeligen gaben die berühmten Wandmalereien in Auftrag. Nachdem sie nach der Reformation übertüncht worden waren, sollten sie erst Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und teilweise freigelegt werden. Die letzten Malereien kamen erst in den Jahren 1974 bis 1977 wieder zum Vorschein. Heute sind alle Bilder zu sehen, darunter zum Beispiel ein Zehn-Gebote-Zyklus, das Weltgericht, ein Marienzyklus und Darstellungen von Jesu Wirken. Auch die Legende des Namenspatrons, des Heiligen Kilians, ist zu finden (er soll im Jahr 668 aus Irland gekommen sein und die Franken missioniert haben). 

Der Fachwerkturm der Kilianskirche muss saniert werden.
Der Fachwerkturm der Kilianskirche muss saniert werden.

Die Arbeiten am Turmfachwerk sollen zeitnah beginnen, 130.000 Euro sind dafür vorgesehen. Spenden sammelt die Gemeinde mithilfe von St.-Kilian-Spardosen, die im Ort verteilt sind. Und der „Kilian-Weinberg“ neben dem Gotteshaus wird ebenfalls zugunsten der Turmsanierung von Gemeindemitgliedern bewirtschaftet. „Das ist eine ‚Ganzjahresaktion‘“, berichtet die örtliche Kirchenpflegerin Elisabeth Möhrer. „Die Lese wird dann beispielsweise von der Konfirmanden-Gruppe übernommen.“ Die Mundelsheimer, betont sie, arbeiten gern für St. Kilian. Denn das Gebäude ist nicht nur ein historisches Kleinod, sondern aufgrund seiner Lage auch für Konzerte, Taufen und Trauungen sehr beliebt. „Die Kilianskirche ist einfach ein Schatzkästle.“

Hier können Sie den Innenraum mit seinen bemalten Wänden in einem 360-Grad-Panorama erkunden.

Über die Stiftung KiBa

Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) ist eine Stiftung der EKD und der evangelischen Landeskirchen. Seit 1999 hat sie Zusagen für Sanierungsvorhaben in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro geben können. Für dieses Jahr hat die KiBa bislang Förderzusagen von rund 1,18 Millionen Euro vorgesehen. Rund 3.600 Mitglieder engagieren sich bundesweit im „Förderverein der Stiftung KiBa e. V.“ Weitere Informationen unter www.stiftung-kiba.de

Hinweis für Kirchengemeinden

Kirchengemeinden sind herzlich eingeladen, Texte wie diesen von www.elk-wue.de in ihren eigenen Publikationen zu verwenden, zum Beispiel in Gemeindebriefen. Sollten Sie dabei auch die zugehörigen Bilder nutzen wollen, bitten wir Sie, per Mail an kontaktdontospamme@gowaway.elk-wue.de nachzufragen, ob die Nutzungsrechte für den jeweiligen Zweck vorliegen. Gerne können Sie alle Bilder nutzen, die Sie im Pressebereich unserer Webseite finden. Sie möchten in Ihrem Schaukasten auf unsere Webseite verlinken? Hier erfahren Sie, wie Sie dafür einen QR-Code erstellen können. 

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Grafik Kirchensteuer wirkt Musik und Gebäude

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