16.09.2025

„Eintreten für das ungeborene Leben darf kein Lippenbekenntnis bleiben“

Gottesdienst anlässlich 15 Jahre Notlagefonds „Kind willkommen“  

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl betonte in seiner Predigt am 15. September in Bad Urach anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des Notlagenfonds „Kind willkommen“ die Bedeutung praktischer Hilfe in Schwangerschaftskonflikt-Situationen und die Willkommenskultur für das Leben. 

„Gott ist die Quelle des Lebens. Alles Leben hat seinen Ursprung bei Gott“ – mit diesen Worten erinnerte Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl daran, dass das Leben ein Geschenk ist. Wem das bewusst sei, der setzte sich dafür ein, dass dieses geschützt, gepflegt und bewahrt bleibe. Besonders das ungeborene Leben brauche eine Stimme, so Gohl. „Für dieses Leben sprechen wir und sagen: Leben willkommen! Kind willkommen!“

Dieses klare Bekenntnis dürfe jedoch nicht bei Worten stehen bleiben: „Wenn wir als Christen für das ungeborene Leben eintreten, dann darf das kein Lippenbekenntnis bleiben.“ Es brauche praktische Hilfe für Schwangere und ihre Familien neben dem öffentlichen Eintreten für das Leben. Diese Haltung wurzele tief im christlichen Glauben. „Gott schenkt uns seine Liebe ohne jede Vorbedingung. Bei Gott müssen wir nichts leisten. Das Leben, seine Liebe sind reines Geschenk“, so Gohl.  

Mit Blick auf die Debatten um den § 218 äußert Gohl: „Wie vielen anderen auch macht mir die drohende Aufweichung dieses besonderen Schutzes, des Grundrechts auf Leben, Sorgen.“ Das Grundgesetz stelle das ungeborene Leben unter besonderen Schutz. Weiter warnte Gohl im Hinblick auf das Lebensende vor “Debatten [...], in denen es um die Frage geht: Ist dieses Leben noch lebenswert? Stichwort: Assistierter Suizid.” 

Landesbischof Gohl dankte dem Initiator des Fonds, Dr. Martin Schmid, für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken. 

Zum Notlagenfonds "Kind willkommen":

  • Der Notlagenfonds „Kind willkommen” wurde 2010 von den beiden Diakonischen Werken in Baden und in Württemberg gegründet. Alle Geschäftstätigkeiten werden ehrenamtlich erbracht. 
  • Der Notlagenfonds bietet schnelle und unbürokratische Hilfe an. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Spendenmittel einzuwerben und diese direkt an die Diakonie weiterzuleiten. 
  • Über 1500 Frauen und Familien konnte bereits geholfen werden. 
  • Der Fonds ist eine Ergänzung zu den staatlichen Leistungen und kann Notsituationen überbrücken, etwa für ein dringend benötigtes Kinderbett, für Einrichtungsgegenstände, zur Verbesserung der Wohnsituation oder für Entlastungen durch Nachbarschaftshilfe oder Kinderbetreuung. 
  • Die Spenden, die der Verein erhält, gehen über die Beratungsstellen der Diakonie ohne Abzüge direkt den bedürftigen Frauen und Paaren zu.  

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Grafik Kirchensteuer wirkt Kinder- und Jugendarbeit

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