07.03.2025

Paul Lechler: Ausstellung im Hospitalhof Stuttgart

Evangelisches Archiv Baden und Württemberg zeigt Ausstellung über den christlich-sozialen Unternehmer Paul Lechler

Im April 2025 jährt sich der Todestag des christlich geprägten und sozial engagierten Unternehmers Paul Lechler zum 100. Mal. Aus diesem Anlass findet im Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart vom 18. März 2025 bis zum 16. April 2025 eine Ausstellung des Evangelischen Archivs Baden und Württemberg (EABW) statt. Unter dem Titel „Christ, Unternehmer, Sozialreformer – Auf den Spuren von Paul Lechler in Württemberg und weltweit“ zeichnet die Ausstellung das vielseitige Engagement Lechlers nach und verfolgt sein christlich-soziales Wirken bis in die heutige Zeit.

Paul Lechler
Paul Lechler

Bereits als junger Mann war Paul Lechler ein erfolgreicher Unternehmer, der die Lack- und Firnisfabrik seines Vaters in kurzer Zeit zu einem gewinnbringenden Betrieb in Stuttgart-Feuerbach machte. Neben seinem Talent als Fabrikant war er auch überzeugter Christ: „Unser Christentum darf nicht nur Weltanschauung sein, sondern muss sich durch die Tat bewähren“, so das Motto Lechlers. Seine unternehmerischen Erfolge ermöglichten es ihm, sich immer intensiver karitativ zu engagieren.

Im Jahr 1882 rief Paul Lechler die erste private Arbeitsvermittlung in Stuttgart ins Leben, die er elf Jahre lang leitete und auch finanziell unterstützte. Lechler gründete auch den „Verein zur Hilfe in außerordentlichen Notstandsfällen auf dem Lande” – bis heute unterstützt dieser als Stuttgarter „Nothilfeverein” Menschen in Notlagen schnell und unbürokratisch. Lechler legte außerdem die Basis für das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm), die heutige Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus in Tübingen und war Initiator der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben, eines der ältesten Knabenchöre im Südwesten Deutschlands.

In der Ausstellung werden rund 400 historische Exponate zum Leben und Wirken Paul Lechlers präsentiert, die aus den Beständen des EABW sowie von verschiedenen Leihgebern stammen und zum Teil erstmals öffentlich zu sehen sind. Die von der Lechler-Stiftung und dem Verein für württembergische Kirchengeschichte geförderte Ausstellung kann während der Laufzeit montags bis samstags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Begleitend zur Ausstellung ist ein umfangreich bebilderter, 60-seitiger Katalog erschienen, der vom Kurator der Ausstellung Dr. Jakob Eisler erarbeitet wurde. Der Katalog ist bei der Geschäftsstelle des Vereins für württembergische Kirchengeschichte erhältlich.

Öffnungszeiten: montags bis samstags, 10:00 bis 18:00 Uhr

Begleitende Veranstaltungen: 

  • 19. März 2025, 15:30 Uhr: Kuratorenführung durch die Ausstellung
  • 25. März 2025, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr: Kuratorenführungen durch die Ausstellung
  • 2. April 2025, 15:00 Uhr: Kuratorenführung durch die Ausstellung

Medienkontakt: Dr. Jakob Eisler, Evangelisches Archiv Baden und Württemberg (Telefon: 0711 2149-172, E-Mail: jakob.eislerdontospamme@gowaway.elk-wue.de)

Hinweis für Kirchengemeinden

Kirchengemeinden sind herzlich eingeladen, Texte wie diesen von www.elk-wue.de in ihren eigenen Publikationen zu verwenden, zum Beispiel in Gemeindebriefen. Sollten Sie dabei auch die zugehörigen Bilder nutzen wollen, bitten wir Sie, per Mail an kontaktdontospamme@gowaway.elk-wue.de nachzufragen, ob die Nutzungsrechte für den jeweiligen Zweck vorliegen. Gerne können Sie alle Bilder nutzen, die Sie im Pressebereich unserer Webseite finden. Sie möchten in Ihrem Schaukasten auf unsere Webseite verlinken? Hier erfahren Sie, wie Sie dafür einen QR-Code erstellen können. 

Schon gewusst?

Was es mit der Kirchensteuer auf sich hat, wie sie bemessen wird und welche positiven Effekte die Kirchen mit der Kirchensteuer an vielen Stellen des gesellschaftlichen Lebens erzielen, erfahren Sie auf www.kirchensteuer-wirkt.de.

Grafik Kirchensteuer wirkt Bildung

Weitere Meldungen, die Sie interessieren könnten

Johannes Brenz, hier in einem Gemälde in der Katharinenkirche in Schwäbisch Hall.

Kirchenreform als Lebensthema

Am 11. September 1570 starb in Stuttgart Johannes Brenz. Damit war einer der letzen aus der Generation der Reformatoren aus dem Leben geschieden. Die Reform der Kirche war das Lebensthema von Brenz gewesen.

Weiterlesen

Im Gebäude des heutigen evangelischen Gemeindehauses (vorne) waren ein Büro und im Pfarrhaus (hinten) der Sitz der EKD-Kanzlei in Schwäbisch Gmünd untergebracht. Die Aufnahme ist um 1900 entstanden.

Kanzlei der EKD wird 75 Jahren alt

Vor 75 Jahren wurde die Kanzlei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründet. Sie befand sich anfänglich im evangelischen Pfarrhaus in Schwäbisch Gmünd (Oberbettringer Straße 19). Leiter dieser Verwaltungsstelle war Pfarrer Hans Asmussen.

Weiterlesen

EKD-Gruendung am 31. August 1945
Vor 70 Jahren, bei der ersten "Treysaer Kirchenkonferenz" vom 27.- 31. August 1945, wurde die Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründet. Als Geburtstag der EKD gilt der 31. August 1945. In den Behindertenanstalten "Hephata" im nordhessischen Treysa trafen sich zum ersten Mal nach Kriegsende mehr als 100 Kirchenführer aus Deutschland, um die Neuordnung der Kirche zu beschließen. Darin wird die EKD als ein "Bund lutherischer, reformierter und unierter Kirchen" beschrieben. Foto vor der Hephata-Kirche: Zum ersten Ratsvorsitzenden der EKD wurde der 76-jährige Theophil Wurm (li.) gewählt. Rechts sein Stellvertreter, der 53-jaehrige Martin Niemöller.

Rat der EKD vor 75 Jahren gegründet

Am 27. August vor 75 Jahren begann die Kirchenkonferenz von Treysa, die auch den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gründete. Zum ersten Mal liefen die Bemühungen um eine Kircheneinigung den staatlichen Strukturen nicht hinterher, sondern voraus.

Weiterlesen

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieb zunächst die Not.

Ev. Hilfswerk vor 75 Jahren gegründet

1945 endete der Zweite Weltkrieg. Große Not aber blieb. Die Kirche reagierte mit der Gründung des Evangelischen Hilfswerks, das heute als Diakonisches Werk weiterwirkt. Der württembergische Landesbischof Theophil Wurm hat dazu den Anstoss gegeben.

Weiterlesen

Heiligs Blechle modern. Mit dem Emblem des Brenzweges. Das bekommen Pilgernde auf dem gleichnamigen Weg überreicht.

Heiligs Blechle

Warum ein „Heiligs Blechle“ nichts mit einem allzu sehr geschätzten Automobil zu tun hat, eher im Gegenteil. Das lernen Pilgernde auf dem Brenzweg in Altensteig-Berneck. Und manches mehr.

Weiterlesen

6. Mai 1945: Abwurf der Atombombe über Hiroshima

75 Jahre Hiroshima: „Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit“

Am 6. August 1945 warfen die USA die eine Atombombe über Hiroshima ab; es war die erste Atombombe, die jemals in einem Krieg eingesetzt wurde. „Hiroshima/Nagasaki mahnen uns bis heute, nicht nachzulassen im Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit“ sagt Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July.

Weiterlesen

Farbschwäche:

Benutzen Sie die Schieberegler oder die Checkboxen um Farbeinstellungen zu regulieren

Einstellungen für Farbschwäche

Schrift:

Hier können die Schriftgröße und der Zeilenabstand eingestellt werden

Einstellungen für Schrift

Schriftgröße
D
1
U

Zeilenabstand
Q
1
W

Tastenkombinationen:

Mit den aufgeführten Tastenkombinationen können Seitenbereiche direkt angesprungen werden. Verwenden Sie auch die Tabulator-Taste oder die Pfeiltasten um in der Seite zu navigieren.

Inhalt Tastenkombinationen

Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Barrierefreiheit: A
Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Schriftgröße +: U
Schriftgröße -: D
Zeilenabstand +: W
Zeilenabstand -: Q
Nachtmodus : Alt (Mac Option Key) + J
Ohne Bilder: Alt (Mac Option Key) + K
Fokus: Alt (Mac Option Key) + G
Tasten­kombinationen: Alt (Mac Option Key) + O
Tastensteuerung aktivieren: Alt (Mac Option Key) + V
Alles zurücksetzen: Alt (Mac Option Key) + Y