Gemeinsame Zukunft für kirchliche Gebäude

Beim ersten von acht Regionentreffen tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen und Kommunen aus, um Lösungen zu entwickeln.

Bis Ende November finden über ganz Württemberg verteilt acht Regionentreffen statt. Die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (ELKW) und der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart (DRS) will Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchengemeinden und Kommunen zusammenbringen, um Perspektiven für die zukünftige und nachhaltige Nutzung kirchlicher Gebäude zu entwickeln und Kooperationen vor Ort zu stärken. Den Auftakt machte nun ein Regionentreffen in Heilbronn.

Im Gruppengespräch vertiefen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen zu Kooperationsmöglichkeiten.
Im Gruppengespräch vertiefen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen zu Kooperationsmöglichkeiten.

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich dazu am Freitag (23. Oktober) im Heinrich-Fries-Haus. Das erste Regionentreffen richtete sich speziell an Verantwortliche aus den Landkreisen Heilbronn, Ludwigsburg und Enzkreis (Teil), den katholischen Dekanaten Heilbronn-Neckarsulm, Ludwigsburg und Mühlacker sowie aus den evangelischen Dekanaten Weinsberg-Neuenstadt, Heilbronn-Brackenheim, Ludwigsburg, Besigheim, Marbach, Mühlacker und Vaihingen-Ditzingen.

Nach einer gemeinsamen Videobotschaft von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl (ELKW) und Bischof Dr. Klaus Krämer (DRS) führten Ute Lachenauer und Dr. Thomas Schwieren die Gäste in die Immobilien-Entwicklungsprozesse der beiden Kirchen ein. Lachenauer ist Architektin und Leiterin des Fachbereichs OIKOS in der Landeskirche, Schwieren Diözesanbaumeister und Leiter des Projekts „Räume für eine Kirche der Zukunft“.

„Uns wurde klar, dass es für Sie, Ihre Dörfer und Quartiere am besten ist, wenn wir die kirchlichen Immobilienprojekte gemeinsam planen und schließlich auch unsere kommunalen Partner direkt einbeziehen“, sagte Lachenauer. Sie wies darauf hin, dass seit dem Start von OIKOS und „Räume für eine Kirche der Zukunft“ die Kooperation zwischen den beiden kirchlichen Projekten immer enger geworden sei.

Laut Lachenauer besitzen die über 2.000 Kirchengemeinden in Württemberg zusammen mehr als 11.000 Gebäude. „In den nächsten Jahren werden mindestens 2.000 dieser Gebäude und Liegenschaften, die bisher aus Kirchensteuermitteln finanziert werden, anders unterhalten und betrieben werden müssen, da schlicht das Geld fehlen wird“, erklärte sie. Sie zählte unter anderem Gemeindehäuser, Pfarrhäuser und Gemeindezentren auf. „Aus ökumenischer Perspektive sehen wir, dass wir als Kirchen vor denselben Herausforderungen stehen. Wir könnten gemeinsam viele Synergien erzielen“, sagte Lachenauer und ermutigte zur Zusammenarbeit zwischen den „evangelischen oder katholischen und kommunalen Nachbarn“.

Schwieren ergänzte: „Wir haben den Anspruch, dass kirchliche Räume Orte des Dialogs und der Verständigung bleiben – offene und gemeinwohlorientierte Orte, die für alle Menschen zugänglich sind.“ Es gehe auch um Wohnraum, Jugendhäuser, Familienzentren und viele andere Nutzungsmöglichkeiten. „Diese Orte müssen in Zukunft nicht mehr exklusiv von einer Konfession besessen und genutzt werden“, sagte Schwieren mit Blick auf verschiedene Möglichkeiten, „um bisher rein konfessionelle Orte gemeinsam weiterzuentwickeln, zu erhalten und vielseitig zu nutzen“.

An sechs thematischen Stationen erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann von den Bau- und Projektfachleuten der beiden Kirchen, wie Kooperationen angegangen werden können, was dabei zu beachten ist und welche Fragen zu klären sind. Es ging zum Beispiel um Formate für die Ideenfindung, die Besonderheiten der jeweiligen Planungsprozesse und Verfahren, aber auch um pastorale Aspekte bei gemeinschaftlicher Nutzung.

Wer bereits einen Kooperationspartner mitgebracht hatte, konnte anschließend in Gruppengesprächen die Themen vertiefen. Außerdem standen die Fachleute für Einzelfragen zur Verfügung.

Eine sehr große Mehrheit empfand den Austausch als wertvoll und inspirierend, wie das Stimmungsbild und eine Umfrage am Ende der Veranstaltung zeigten. „Wir haben Fäden gefunden, denen man folgen kann“, sagte ein kirchlicher Teilnehmer aus der Runde. Ebenso sprach Michael Wolf von gewinnbringenden Gesprächen. Der Baubürgermeister der Stadt Bietigheim-Bissingen ermunterte die Kirchengemeinden, auf die kommunalen Verantwortlichen zuzugehen: „Die Kommunen müssen an den Tisch, je früher, desto besser.“

Info:

Weitere Informationen zur Zukunft und nachhaltigen Nutzung kirchlicher Gebäude im kommunalen Leben gibt es unter www.oekumenischer-raum.de. Eine Auflistung der Termine der weiteren Regionentreffen mit Anmeldemöglichkeit gibt es unter https://events.drs.de/regionentreffen.html.

Die Landeskirche in den sozialen Netzwerken

Instagram @elkwue - Newskanal der Landeskirche

Externer redaktioneller Inhalt

Hier wird Ihnen ein externer redaktioneller Inhalt bereitgestellt. Sofern Sie sich diesen anzeigen lassen, kann es sein, dass Daten von Ihnen an den Anbieter des externen Inhaltes gesendet werden.

Hinweis für Kirchengemeinden

Kirchengemeinden sind herzlich eingeladen, Texte wie diesen von www.elk-wue.de in ihren eigenen Publikationen zu verwenden, zum Beispiel in Gemeindebriefen. Sollten Sie dabei auch die zugehörigen Bilder nutzen wollen, bitten wir Sie, per Mail an kontaktdontospamme@gowaway.elk-wue.de nachzufragen, ob die Nutzungsrechte für den jeweiligen Zweck vorliegen. Gerne können Sie alle Bilder nutzen, die Sie im Pressebereich unserer Webseite finden. Sie möchten in Ihrem Schaukasten auf unsere Webseite verlinken? Hier erfahren Sie, wie Sie dafür einen QR-Code erstellen können. 

Weitere Texte, Grafiken und Vorlagen für Ihre Kanäle finden Sie auf unserer Materialseite.

Schon gewusst?

Was es mit der Kirchensteuer auf sich hat, wie sie bemessen wird und welche positiven Effekte die Kirchen mit der Kirchensteuer an vielen Stellen des gesellschaftlichen Lebens erzielen, erfahren Sie auf www.kirchensteuer-wirkt.de.

Grafik Kirchensteuer wirkt Begleitung und Gottesdienst

Weitere Meldungen, die Sie interessieren könnten

OIKOS: Neue Webseite gestartet

Der OIKOS Immobilienprozess betrifft alle Kirchenbezirke und -gemeinden der württembergischen Landeskirche. Alle Informationen rund um OIKOS hat die Landeskirche nun auf der neuen Webseite www.oikos-elk-wue.de gebündelt.

Weiterlesen

Erzähl mir vom Frieden - Ökumenische Friedensdekade 2024

Erzähl mir vom Frieden

Anlässlich der 44. Ökumenischen Friedensdekade werden alltägliche Geschichten vom Frieden gesammelt. Dazu sind Online-Veröffentlichungen, eine Sammlung und musikalische Lesungen in Planung.

Weiterlesen

Erste Ritualagentur in der Landeskirche

Stuttgart hat als erster Kirchenbezirk der Landeskirche eine Ritual-Agentur ins Leben gerufen. Dies ist eine zentrale Stelle, an die sich wenden kann, wer eine Taufe, Trauung oder kirchliche Bestattung sucht, aber keine Verbindung zu einer Kirchengemeinde hat.

Weiterlesen

Eindrücke vom ersten Roller-Gottesdienst in Stuttgart

Erster Stuttgarter Roller-Gottesdienst

Am 14. September fand der erste Roller-Gottesdienst in Stuttgart statt. Wie rollerfahrende Pfarrerin Vinh An Vu von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Hedelfingen-Rohracker-Frauenkopf auf die Idee kam und wie der Roller-Gottesdienst ablief erfahren Sie hier.

Weiterlesen

Oberkirchenrat Dr. Jörg Schneider ins Amt eingeführt

Oberkirchenrat Dr. Jörg Schneider ist am 16. September in einem Festgottesdienst in seine neue Aufgabe als Leiter des Dezernats für Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche im Oberkirchenrat eingeführt worden. Hier lesen Sie mehr über Dr. Jörg Schneider.

Weiterlesen

Jubiläumsgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen der Gemeinde in Poltawa mit Bischof Pawel Schwarz und Gästen aus dem Kirchenbezirk Bernhausen

Ukrainische Freunde in Bedrängnis

Der Kirchenbezirk Bernhausen pflegt seit 1994 mit der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Poltawa/Ukraine eine Partnerschaft. Christoph Killgus, Vorsitzender der Bezirkssynode, berichtet über die Partnerschaft und den russischen Angriff auf Poltawa am 3. September.

Weiterlesen

Farbschwäche:

Benutzen Sie die Schieberegler oder die Checkboxen um Farbeinstellungen zu regulieren

Einstellungen für Farbschwäche

Schrift:

Hier können die Schriftgröße und der Zeilenabstand eingestellt werden

Einstellungen für Schrift

Schriftgröße
D
1
U

Zeilenabstand
Q
1
W
Tastenkombinationen:

Mit den aufgeführten Tastenkombinationen können Seitenbereiche direkt angesprungen werden. Verwenden Sie auch die Tabulator-Taste oder die Pfeiltasten um in der Seite zu navigieren.

Inhalt Tastenkombinationen

Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Barrierefreiheit: A
Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Schriftgröße +: U
Schriftgröße -: D
Zeilenabstand +: W
Zeilenabstand -: Q
Nachtmodus : Alt (Mac Option Key) + J
Ohne Bilder: Alt (Mac Option Key) + K
Fokus: Alt (Mac Option Key) + G
Tasten­kombinationen: Alt (Mac Option Key) + O
Tastensteuerung aktivieren: Alt (Mac Option Key) + V
Alles zurücksetzen: Alt (Mac Option Key) + Y