Segen

Zuspruch des Beistandes Gottes

Segen ist mehr als ein guter Wunsch: Segen ist der Zuspruch des Beistandes Gottes. Segen ist deshalb keine selbstständige Macht, sondern ein Wirken Gottes. Damit entzieht sich der Segen gleichzeitig jeglicher menschlichen Verfügung.

Jung und Alt halten ihre geöffneten Hände ineinander.

Wenn Menschen sich selbst oder einander gegenseitig Segensworte zusprechen, dann tun sie das im Vertrauen auf die Segensverheißungen und -zusagen Gottes, die seit ältester Zeit in der Bibel überliefert sind.

Hier finden Sie ausgewählte Segensgebete.

Gott verspricht: Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.

1. Mose 12,2

So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:

Der Herr segne dich und behüte dich;

der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

4. Mose 6,24-26

Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.

Psalm 121,8

Gott sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Gott sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.

Gott sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.

Gott sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst.

Gott sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Gott sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.

Gott sei über dir, um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott.

Altkirchlicher Segen, 4. Jahrhundert

Der Herr voller Liebe wie eine Mutter und gut wie ein Vater

Er segne dich
er lasse dein Leben gedeihen,
er lasse deine Hoffnung erblühen,
er lasse deine Früchte reifen.

Der Herr behüte dich
er umarme dich in deiner Angst,
er stelle sich vor dich in deiner Not.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir
wie ein zärtlicher Blick erwärmt,
so überwinde er bei dir, was erstarrt ist.

Er sei dir gnädig
wenn Schuld dich drückt,
dann lasse er dich aufatmen und mache dich frei.

Der Herr erhebe sein Angesicht über dich
er sehe dein Leid,
er tröste und heile dich.

Er gebe dir Frieden
das Wohl des Leibes,
das Heil deiner Seele,
die Zukunft deinen Kindern.

Georg Kugler

Kontakt

Ev. Oberkirchenrat, Dezernat 1: Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche

Heidehofstraße 20

70184 Stuttgart

0711 2149-521

dezernat1@elk-wue.de

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten

Jesu Wirken begann mit langem Fasten

Menschen fasten aus sehr unterschiedlichen Gründen. Sieben Wochen lang stellen wir je eine Gestalt aus der Bibel oder der Kirchengeschichte vor, die einen Aspekt des Fastens verkörpert. Diese Woche ist es Jesus, dessen Fasten zum Vorbild für die Fastenzeit wurde.

Weiterlesen

Video: Warum Menschen fasten

Menschen verzichten in der Fastenzeit auf die verschiedensten Dinge. In einer Video-Serie erzählen Menschen aus dem Raum der Landeskirche und des Jugendwerks über ihre Fasten-Erfahrungen. Dritte Folge: Beate Baur und Pfarrerin Sara Stäbler, bei Instagram als sara3klang bekannt.

Weiterlesen

Wenn ein ganzes Volk fastet

In einem Zeitalter großer Individualität ist kaum vorstellbar, was das Alte Testament berichtet: Ein ganzes Volk fastet. Das war für alle verpflichtend, beispielsweise als Zeichen der Trauer und des Respektes nach dem Tod eines Königs oder im Falle einer Notsituation.

Weiterlesen

Wie Krieg sich in die Sprache schleicht

Wenn wir sprechen, haben wir die Wahl: Wollen wir mit unserer Sprache den Frieden fördern oder den Krieg in unsere Kommunikation hineinlassen? Darüber denkt Claudia Müller aus der Redaktion Kirche im Privatfunk des Ev. Medienhauses in ihrem geistlichen Impuls nach.

Weiterlesen

Video: Warum junge Leute fasten

Menschen verzichten in der Fastenzeit auf die verschiedensten Dinge. In einer kleinen Video-Serie erzählen junge Menschen aus dem Raum der Landeskirche und des Jugendwerks, worauf sie verzichten und was sie sich davon versprechen. Erste Folge: Martin Grauer und Luzie Amann.

Weiterlesen

Warum Mose auf dem Berg Sinai fastete

Menschen fasten aus den unterschiedlichsten Gründen. Auch Mose hat gefastet, als er 40 Tage und 40 Nächte auf dem Berg Sinai blieb. Warum? Sieben Wochen lang stellen wir eine Gestalt aus der Bibel oder der Kirchengeschichte vor, die einen Aspekt des Fastens verkörpert.

Weiterlesen

Farbschwäche:

Benutzen Sie die Schieberegler oder die Checkboxen um Farbeinstellungen zu regulieren

Einstellungen für Farbschwäche

Schrift:

Hier können die Schriftgröße und der Zeilenabstand eingestellt werden

Einstellungen für Schrift

Schriftgröße
D
1
U

Zeilenabstand
Q
1
W
Tastenkombinationen:

Mit den aufgeführten Tastenkombinationen können Seitenbereiche direkt angesprungen werden. Verwenden Sie auch die Tabulator-Taste oder die Pfeiltasten um in der Seite zu navigieren.

Inhalt Tastenkombinationen

Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Barrierefreiheit: A
Hauptnavigation: M
Toolbar Menü: T
Inhalt: C
Footer: F
Schriftgröße +: U
Schriftgröße -: D
Zeilenabstand +: W
Zeilenabstand -: Q
Nachtmodus : Alt (Mac Option Key) + J
Ohne Bilder: Alt (Mac Option Key) + K
Fokus: Alt (Mac Option Key) + G
Tasten­kombinationen: Alt (Mac Option Key) + O
Tastensteuerung aktivieren: Alt (Mac Option Key) + V
Alles zurücksetzen: Alt (Mac Option Key) + Y